Dienstag, 19. Februar 2013

Be a Superhero!

Das Buch von Alicia Silverstone "Meine Rezepte für eine bessere Welt" habe ich jetzt schon seit einigen Wochen zu Hause. Ich habe es mit Begeisterung gelesen und war sofort Feuer und Flamme für das Superhero-Konzept. Da erade alle Welt fastet oder sonstige Aktionen zur Fastenzeit startet und ich sowieso immer für eine neue Challenge zu begeistern bin, habe ich nun beschlossen die Kind-Diet, wie sie genannt wird, zu versuchen.
Die nächsten 6 Wochen werde ich also alles dran setzen, ein Superhero zu werden. Ich werde Euch über meine Bemühungen auf dem Laufenden halten und hoffe auf Eure moralische  Unterstützung!

Wer das Buch noch nicht gelesen hat, dem empfehle ich es wärmstens - es inspiriert und motiviert nicht nur dazu vegan zu leben, sondern ökologisch, fair und makrobiotisch.

Hier die Regeln für Superheros kurz zusammengefasst:

Als Superhero bezeichnet Alicia den Zustand, den man erreicht, wenn man sich nicht nur vegan ernährt, sondern sich an ihre makrobiotische Diät hält und auf ungesunde und industriell verarbeitete Lebensmittel verzichtet.
Zitat: "Die Superhero-Kost basiert auf vollwertigem Getreide, Gemüse, Bohnen bzw. Hülsenfrüchten und einer Vielzahl weiterer guter Leckerbissen. Alles sollte so frisch wie möglich und bio sein, wann immer das machbar ist. Weißer Zucker, Weißmehl und verarbeiteter, mit Chemikalien belasteter Essmüll sollten ganz vermieden werden."

Ein Superhero isst:
  1. volles Getreide zu jeder Mahlzeit
  2. keinen Zucker, Weißmehl oder verarbeitete Nahrung
  3. keine Nachtschattengewächse (Erdäpfel, Paradeiser, Melanzani und Paprika)
  4. nur selten Sojamilch (außer selbstgemachte), da sie stark verarbeitet ist
  5. mehrmals täglich "magische Nahrung" wie Miso, Algen etc.
  6. selten Süßungsmittel (wenn, dann nur Reissirup oder Gerstenmalz)
  7. Obst nur gelegntlich (1 Stück am Tag) und nur regional und saisonal
  8. Kräuter und Gewürze nur selten
  9. Nüsse und Nussmus in Maßen (1 Tasse pro Woche)
  10. Salz sehr sparsam
  11. 3 Std. vor dem Schlafengehen nichts mehr
Eine Superhero-Mahlzeit sollte zu 
  • 1/4 aus ganzem Getreide, 
  • 1/4 aus Eiweiß (Hülsenfrüchte, Bohnen, Tofu) und 
  • 1/2 aus Gemüse bestehen.

Superhero-Frühstück:
  1. Misosuppe (ob ich mich damit anfreunden kann??? Suppe zum Frühstück???) 
  2. Getreide (Weizen-, Gersten-, Hafer-, Dinkelkörner, Naturreis, VK-Flocken, Quiona, Bulgur, Hirse, Polenta, Cous Cous, Mochi, VK-Nudeln, etc.) 
  3. dunkles Blattgemüse (Kohl, Mangold, Pak-Choi, Spinat, Chinakohl, etc.)
  4. Sonstiges (Reissirup, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Obst, etc.)
Superhero Mittag- und Abendessen:
  1. Getreide (siehe oben - Brot höchstens 2x Pro Woche, Nudeln bis zu 3x)
  2. Bohnen und Hülsenfrüchte (Tofu und Tempeh nicht täglich, Seitan höchstens 1x pro Woche)
  3. Gemüse (unbegrenzt, aber nur gute Sorten - siehe Regeln; mind. 1x am Tag Algen)
  4. Suppe (Misosuppe immer und zu jeder Zeit, am besten 2x täglich)
  5. Pickles (1 EL am Tag, aber nur selbst gemacht - ohne Zucker)
  6. Desserts aus den Superhero-Rezepten
So, das war ein kleiner Einblick in meine nächsten 6 Wochen. Mein Ziel ist es, 6 Tage lang nur Superhero-Kost zu essen und einen Tag "normal" vegan.

Heute habe ich auch schon brav eingekauft im Bioladen meines Vertrauens, neue Lebensmittel kennengelernt und gleich ein Probe-Abendessen gemacht.


Neue Produkte:
Mochi und Miso
Reissirup und Umeboshi-Paste

Superhero-Abendessen:

ein Topf Misosuppe für die nächsten Tage
gebratener Reis mit Gemüse
Nachspeise: gebratenes Mochi mit Reissirup
Es war alles super-lecker, ungewohnt aber sättigend und wärmend. Vorallem das Mochi wird eines meiner Lieblingssnacks werden! Für morgen habe ich schon eine Menge Weizenkörner und Linsen eingeweicht, die gleich in der Früh gekocht werden. Da ich gerade im Krankenstand bin, kann ich in Ruhe einiges vorkochen.
Freue mich schon, Euch beim Vegan Wednesday morgen zu treffen!

Kommentare:

  1. ...yeah...ist das super super toll...ich bin schon SOO gespannt..
    ich treib mich ja auch bei Alicia herum und find die Sache total klasse..

    ..wow, da kann ich viel lernen...

    Alles alles Gute,
    lvg, miss viwi

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  2. Das klingt ja super interessant. Na da bin ich gespannt, was du die nächsten Wochen berichten wirst. Das Buch hat mich eh schon die ganze Zeit gereizt, aber bisher noch nicht den Weg in mein Bücherregal gefunden.

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  3. Ich bin auch mal ein bißchen in die Richtung "superhero" und dann auch makrobiotisch gegangen, habe auch einige Gewohnheiten behalten. Ist nicht übel, die Rezepte sind supereasy und lecker. Aber Misosuppe zum Frühstück, das gabs nur einmal :) http://achtungpflanzenfresser.wordpress.com/2013/02/02/die-suppe-lugt-hans-ulrich-grimm/

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    1. ups falscher link http://achtungpflanzenfresser.wordpress.com/category/auf-dem-teller/makrobiotische-rezepte/

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    2. Danke für den Link! Die Rezepte sehen alle lecker aus. Ich hab bis jetzt recht gute Erfahrungen mit den Rezepten aus dem Buch, hab aber auch erst 3 nachgekocht! ;)
      Ich hoffe mal, die 6 Wochen durchzuhalten und dann einiges davon in meinen Alltag zu übernehmen.

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  4. Das angebratene Mochi ist mir irgendwie noch nie gelungen :(
    Aber Miso-Suppe liebe ich, zu jeder Tageszeit (s. aktueller Vegan Wednesday), ich hoffe, du findest auch Geschmack daran!

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    1. Ja, ich liebe die Miso-Suppe auch, aber zum Frühstück - wie im Buch empfohlen, das ist dann nicht so meins. ;)
      Das Mochi ist super einfach: In fingerdicke Stücke schneiden Fett auf mittlerer Stufe erhitzen, Mochistücke darin zugedeckt ca. 4 Min. pro Seite braten, bis es zerläuft und sich aufbläht...

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  5. Hallo Petra,
    das klingt ja nach einem spannenden Konzept!
    Aber wie schafft man es, nur einmal am Tag Obst zu essen?
    Ich kann mir vorstellen, dass da die Süße fehlt..
    Bei mir wird ja auch gerade auf Zucker verzichtet, aber dafür eben mit Obst mein süßes Gewissen beruhigt ;)
    Ich bin auf jeden Fall ganz gespannt auf die nächsten tage und deine Berichte..

    Alles Liebe, Frau Schulz

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    1. Ja, das mit dem Süßen ist auch für mich eine Herausforderung. Gerade zum Frühstück esse ich sonst mindestens 3 Stück Obst. Aber es hat eben auch sehr viel Zucker... Außerdem gibt es im Moment ja ohnehin nicht viel regionales Obst, außer Äpfel und Birnen.
      Ich versuche, es zumindest die 6 Wochen durchzuziehen und dann kann ich wieder dem Obst frönen, wenn ich es dann noch brauche.. ;)

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    2. Hallo Petra,
      ich muss zugeben, dass ich neuen Ernährungsansätzen immer sehr offen gegenüber stehe. So habe ich denn gestern Abend direkt online nach dem Buch geschaut und bei Amazon meist positive Reaktionen gefunden. Allerdings bezogen die sich eher auf den informativen (brauche ich nicht, hab ich genug im Netz und auch als Sekundärliteratur) und den "normalen" veganen Rezeptteil (auch weniger Interesse, da ich mittlerweile 5 vegane Kochbücher besitze und auch viel von Blogs inspiriert werde). Zu dem makrobiotischen Teil wurde häufig kritisiert, dass die Zutaten "unmöglich" zu bekommen seien und alles sehr teuer sei.
      Kannst du das bestätigen bzw. wie sind die Themen deiner Meinung nach aufgeteilt?
      Du hast meine Neugier an dem Thema nämlich geweckt und jetzt überlege ich mir, das Buch anzuschaffen..

      Ciao,
      Frau Schulz

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    3. Es stimmt, dass Alicia in ihren Superhero-Rezepten viele Asiatische Lebensmittel wie Mochi, Umeboshi, Daikon etc benutzt. Ich selbst habe mir ein paar Sachen aus Neugierde gekauft (wie das Miso, das ich mittlerweile hasse und Umeboshi-Paste und Mochi, die ich liebe), in meinem Bioladen bekomme ich fast alles davon. Aber man kann alles ganz einfach durch heimische Lebensmittel ersetzen:
      Daikon (=chinesischer Rettich) durch Rettich oder Radieschen
      Umeboshi (=japanische Aprikose) durch getrocknete Aprikosen
      Ume-Essig (=Reisessig) durch normalen Essig
      und so weiter.
      Für mich ist das bisher kein Problem. Und wenn ein ausgefallenes Gemüse wie Lotuswurzel vorkommt, das ich wirklich noch nie gesehen habe, nehme ich einfach Karotten oder anderes Gemüse, das ins Rezept passt.
      Aber man muss auch sagen, dass 2/3 des Buches die EInführung in die vegane und makrobiotische Kost ist und die Rezepte nur 1/3 ausmachen.
      Ich liebe es trotzdem, weil es sehr inspirierend geschrieben ist und immer wieder Lebensgeschichten und Fallbeispiele von Menschen erzählt werden.
      Ich hoffe, DIr damit geholfen zu haben
      lg
      Petzi

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    4. Vielen Dank für deine Antwort, es ist immer besser, aus erster Hand Rezensionen zu bekommen anstatt sich blind auf Amazon und Konsorten zu verlassen. Ich schaue einfach mal, wann ich nach der Fastenzeit Lust auf neue Eindrücke habe, dann wende ich mich bei Fragen nochmal vertrauensvoll an dich :)

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