Montag, 25. Februar 2013

Superhero-Callenge Abbruch und Rückblick

Ja, ihr habt richtig gelesen. Nach nur 1 Woche breche ich die Superhero-Challenge nach Alicia Silverstones Buch "Meine Rezepte für eine bessere Welt" wieder ab.
Nach Lesen des Buchs war ich erstmal total begeistert, inspiriert und motiviert. Den Superhero-Status zu erreichen schien mir zwar eine Herausforderung, aber durchaus machbar. (lest hier für mehr Infos)
Eine gesunde Ernährungsform zu finden, bei der ich meine paar überflüssigen Kilos verliere und mein Gewicht auf Dauer halten kann, ist ja schon lange einer meiner größten Wünsche.
Leider blieb es auch diesmal nur beim Versuch. Da ich krank wurde und den ganzen Tag zuhause rumsaß, fiel es mir immer schwerer, Versuchungen zu widerstehen. Heute hab ich mich schließlich selbst dabei ertappt, wie ich die Marillenmarmelade aus dem Glas löffelte, weil sonst nichts Süßes im Haus war. Wie peinlich ist das denn?!

Für mich steht also fest, dass ich kein besonders disziplinierter und willensstarker Mensch bin, wenn es "nur" um mich und meine Eitelkeit geht. Die Umstellung auf vegane Ernährung fällt mir z. B. bis heute sehr leicht, weil es dabei um größere und wichtigere Dinge geht.
Da ich also meinen inneren Schweinehund alleine nicht besiegen kann, brauche ich eine Ernährung, die mich dabei unterstützt. Die keine Heißhungerattacken zulässt, mich sättigt und befriedigt. Muss die erst erfunden werden?????

Nichts desto trotz möchte ich Euch hier meine bescheidenen Erkenntnisse nach dieser Woche zusammenfassen:

Meine Stolpersteine auf dem Weg zum Superhero (warum ich nicht mehr kann):
  • Ich hasse Miso und Umeboshi! Mögen beide auch noch so gesund sein, ich kann diesen säuerlichen, vergorenen Geschmack einfach nicht ausstehen! Ich habe 3 Gerichte damit gekocht und mußte alle wegwerfen, weil ich sie nicht runterbrachte.
  • Ich liebe Obst und will darauf auf keinen Fall verzichten! Ob im Frühstücksmüsli, im Salat oder einfach zwischendurch - es ist sicher besser (und gesünder), als mit dem Löffel in der Marmelade zu enden...
  • Aufwändig kochen ist toll, aber bitte nicht jeden Tag! Das hat auch bei der VFF-Challenge den Auslöser für den Abbruch gegeben. 1x am Tag will ich einfach nur belegte Brote oder Ofengemüse essen, ohne mein gesamtes Geschirr benutzen (und danach wieder abwaschen) zu müssen.
  • Ich will auf Nachtschattengewächse nicht verzichten! Tomatenmark habe ich bisher täglich beim Kochen eingesetzt und auch Paprika kam zum Knabbern oder in diversen Aufstrichen jeden Tag auf den Tisch. Wenn sie also so schädlich und krankmachend sind, ist es für mich besser den Konsum einzuschränken, als komplett darauf zu verzichten.
  • Ohne Gewürze fehlt für mich etwas. Ich liebe es, beim Kochen mit Gewürzen und Kräutern zu experimentieren. Bei der Makrobiotik sollte aber lt. diesem Buch möglichst darauf verzichtet und dafür vermehrt Salz benutzt werden, was nach einiger Zeit einfach langweilig ist.
  • Ich bin ein spontaner Mensch. Ich mache zwar oft und gerne Listen und Pläne, halte sie aber für gewöhnlich nicht ein, da einfach immer wieder was dazwischen kommt (habt ihr euch nach diesem Abbruch wohl schon gedacht... ;-)) Auch bei meinen Mahlzeiten bin ich so. Ich halte mich ungern an Rezepte, koche meistens frei Schnauze und hasse es, sämtliche Mahlzeiten der Woche vorauszuplanen. Das ist hier aber unumgänglich, da die Regeln viel zu streng sind um spontan mal ein paar Sachen in die Pfanne zu werfen oder bei den Eltern Brote mit (extra für mich gekauftem) veganen Aufstrich zu Abend zu essen.

Meine Meilensteine (was ich bestimmt in meinen Alltag übernehmen werde):
  • Ganzes Korn und Hülsenfrüchte sind toll! Ich werde definitiv in Zukunft immer vorgekochten Reis, Weizen, Gerste und Bohnen, Linsen etc. Im Kühlschrank haben, um schnell ein leckeres Gericht oder einen Salat zaubern zu können.
  • Mochi bereichert definitiv meinen Speiseplan! Außen knusprig, innen weich und klebrig, süß oder salzig zu verfeinern und in weniger als 10 Min. zuzubereiten, ist der ideale Snack für den Durchhänger am Nachmittag.
  • Die Zusammenstellung der Mahlzeiten ist perfekt, es fehlen lediglich sättigende Snacks, die vor Heißhunger schützen. Das "1/4, 1/4, 1/2-Konzept", das ich auch schon von meiner lange praktizierten Walleczek-Methode kenne (hier heißt es Faustregel) ist meiner Meinung nach die ideale Zusammensetzung einer Mahlzeit.

Ich entschuldige mich hiermit bei euch für meine nicht vorhandene Ausdauer und auch für dieses endlose Geschreibsel, das ihr hier über euch ergehen lassen musstet (sofern ihr nicht schon nach ein paar Zeilen abgebrochen habt). Vielleicht konnte der/die eine oder andere ja doch ein wenig davon profitieren...

Trotzdem möchte ich euch hier noch meinen neuen Liebling präsentieren:

Mochi, gebraten

Öl bei kleiner HItze erwärmen, Mochi roh hineinlegen
und zudecken.
wenn es zu zerlaufen beginnt, wenden und wieder zudecken
bis sie sich aufblähen und so aussehen

 


Noch heiß mit Sojasauce oder anderem Dip genießen!



Kommentare:

  1. Ehrliche Meinung?
    Was ein Glück! Ich wollte vorher nichts sagen und hab mich zurückgenommen. Aber was du dir da angetan ist halte ich für totalen Schwachsinn! Sei froh, dass du das so früh gemerkt hast! Beim Essen sollte es um Genuß und Wertschätzung gehn. Wenn du weißt WAS du isst, dir Zeit nimmst, neue Dinge ausprobierst, mit Kräutern, Gemüse, Getreide, etc.. all den tollen Dingen, die die Natur uns schenkt spielst, dann machst du viel mehr richtig! Und tust dir selber was Gutes! Bleibt offen für neues und iss mit reinem Gewissen,dann bist du bist mehr Superhero, als du dir vorstellen kannst!
    Liebe Grüße!
    Tascha

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    1. Danke für Deine tolle ehrliche Meinung! Ja, essen mit Genuss kann ich! Leider Kämpfe ich schon seit Der Pubertät mit 5-6 Hartnäckigen Kilos zuviel undmeiner Naschlust! Genau wie mit meiner mangelnden Selbstdisziplin! Aber vielleicht konzentriere ich mich einfach mal auf mehr Sport, wenn der Verzicht nicht mein Ding ist! ;-)

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  2. Liebe Petra,
    da Tascha den Anfang gemacht hat, hier auch mene Meinung: Ich glaube, dass so Hauruck-Aktionen oft nicht wirklich gut tun, zumal, wenn sie so schwer im Alltag umzuseteze sind und dir mit deinen Vorliben nicht entspricht. Ich denke, eine ERnährungsform sollte nichts für mal so eben sein, sondern fließend Einlass finden in deinen Alltag. WEnn sie zu stark abweicht von dem, was du generell machst, helfen viel. kleine Schritte. ISt aber auch Typswache, Nur schreibst du ja selbst, dass du ein spontaner Mensch bist.
    Du wirst deinen Weg schon herausfinden! Nimm dir einfach das Gute, das dich anspricht und lass dir Zeit. Sorry, aber diese Challenges zielen in meinen Augen einfach oft auf "Jetzt-.auf-gleich-ERgebnisse" und lassen außer Acht, dass es auch noch ein Laben danach, einen Alltag und Individualität gibt! ;)

    Alles Liebe dir weiterhin...
    Frau Momo

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    1. Hallo Momo! Danke auch Dir für Deine Meinung. Ich gebe Dir da unbedingt recht, dass dieses Hau-ruck gerade bei einer dauerhaften Umstellung nicht gut ist, weil man zwangsläufig irgendwann in sein altes Muster zurückfällt. Leider will das mein Hirn scheinbar nicht einsehen und ich bin für solche Dinge immer wieder empfänglich....
      Ich bewundere Dich sehr für die Rohkost-Sache, Die Du durchziehst und hoffe, es passt zu Dir und Du kannst es in Dein Alltagslebe einbauen!
      lg
      Petzi

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    2. Hey du,
      vielleicht ist es einfach erst mal dein Weg mt den Challenges. Durch so krasse Wege erkennt man ja auch viel eher, was zu Einem passt und was nicht. Oft braucht "man" die Extreme, um nach und nach in die Balacnce und zu seinem Ding zu kommen. Verurteil dich da nicht so! Es ist ok! Vor wem musst du bestehen, wenn nicht vor dir selbst?
      Du bist in meinen Augen auch nicht gescheitert: Du hast erkannt, was dir gut tut ud was nicht und hast neue Erkenntnisse und Bereicherndes für dich gefunden...
      Sei nicht so hart mit dir! Du bist du! Du musst niemandes Ansüprüche zufrieden stellen. ISt manchmal leichter gesagt als getan, ich weiß. ;) Dennoch!^^
      Du brauchst mich und die Rohkost net bewundern. :D Ich bin alles Andere als konsequent diszipliniert!^^ Ich bin auf dem Weg damit, und was davon bleibt, werde ich sehen. Ich kenne die Euphorie des Anfangs. Deswegen habe ich mir von vorneherein erlaubt, meine Version zu praktizieren. Vielleicht hilft dir das ja auch? Keine strikten Verbote, sondern eben etwas, dass zu dir passt!?! Veränderung ja, aber in kleinen Schritten und mit der Süße des Lebens! :)

      Lieben Gruß,
      Frau Momo

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  3. Meinen Respekt, dass du eine Woche durchgehalten hast. Ich hätte damit gar nicht erst angefangen, kein Obst, keine Nachtschattengewächse? Nein, das geht gar nicht. Die ständige Kocherei ist sicher ein Grund warum solche Sachen auf Dauer scheitern, ich habe die VVF Challenge einmal durchgezogen und seit dem 3x neu angefangen und immer nach ein paar Tagen/Wochen abgebrochen, weil das viele aufwändige Kochen so nervt.
    Vielleicht tröstest es dich ja, dass du nicht allein bist mit überschüßigen Kilos, Naschlust und Disziplinlosigkeit ;)

    LG Angie

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    1. Danke, Salka. Das hilft mir wirklich ein bisschen, mich besser zu fühlen und zeigt mir, dass diese Diäten auf Dauer nur für Menschen zu handeln sind, die enorme Selbstdisziplin haben (un dadurch wahrscheinlich ohnehin keine Diät brauchen würden...).
      Ich bewundere ja Menschen, die es geschafft haben eine 180° Kehrtwendung zu machen und ihr Leben komplett zu ändern. Glaube aber, dass das für den Durchschnittsbürger im Alltag einfach zu komlpliziert und untragbar ist!
      Aber ich muss auch sagen, dass ich aus jeder Challenge/Diät etwas in meinen Alltag übernehme und somit irgendwie davon profitiere. Gottseidank neige ich nicht zu Jojo-Effekt und nehme deshalb nich nahc jeder Diät ein paar Kilo zu! ;)

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  4. ...die wichtigste Umstellung/180°Kehrtwendung ist es auf eine vegane Ernährung umzustellen und das praktizierst du ja erfolgreich...
    ...auch zu erkennen, das etwas nicht zu einem passt ist klasse...wir müssen unsere eigenen Experten werden und unseren individuellen Weg finden...

    Ich finde es klasse, dass wir unsere Erfahrungen teilen können und so voneinander lernen...

    Leider weiß ich über diese Kind-Diet zu wenig, obwohl ich Alicia "verfolge", habe ich mich noch nicht damit auseinander gesetzt. Ein Leben ohne Nachtschattengewächse wäre für mich auf Dauer auch nicht umsetztbar.

    Eins weiß ich → DU bist bereits ein SUPERHERO, weil du eine zeitgemäße/vegane Ernährung verfolgst und bereit bist dich weiter zu entwickeln.

    Schönen Tag und alles liebe,
    die ebenfalls suchende/scheiternde/heldenhafte miss viwi

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    1. Dankeschön für die motivierenden Worte!
      So sind wir also beide Superheros! ;)
      Aber Du bist meine echte Heldin! Dieses Fasten würde mich umbringen!

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  5. *lach* ich finde mich direkt ein bißchen wieder :D Ich mag zwar Miso und Umboshi, aber ich hab den Superhero - Kram auch nie als Challenge betrieben sondern einfach nur die Rezepte ausprobiert, wenn ich Zeit hatte (also am WE meistens). Und hab mir insgesamt auch ein bißchen was aus der Sache mitgenommen (Zusammenstellung von Mahlzeiten etc). Ich fand die Rezepte aber trotz (oder gerade wegen) der mäßigen Würze sehr lecker...aber ich weiß nicht, wie ich es gefunden hätte, wochenlang ausschließlich so zu essen, das ist wohl der beste Weg, etwas über zu kriegen. ich sag immer, wenn man von etwas loskommen will (etwa Schoki) dann macht man am besten Diät damit (also nur Schoki in dem Beispiel) und ich wette, schon am dritten Tag kann man das Zeug nicht mehr sehen und sehnt sich nach allen anderen Sachen, die man auf einmal tierisch lecker findet...

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    1. Ha Ha! Das mit der Schokolade ist eine tolle Idee! Solte ich mal ausprobieren! ;))

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  6. Hallo Petzi,
    also von mir auch meinen größten Respekt, dass du eine Woche wirklich voll durchgehalten hast :)
    Ich muss zugeben, nachdem ich das Buch gelesen hatte war ich auch schwer motiviert Superhero zu werden. Ich hab mich dann aber dafür entschieden die Superhero-Fesseln etwas zu lockern und hab Vegan mit Superhero ein bisschen kombiniert. Dafür konnte ich das ganze aber dann auch mal 3 Monate durchziehen und ich muss ehrlich sagen: das Ergebnis hat mich von den Socken gehaun. Ich hab mich solang ich denken kann noch nie so gut gefühlt: die Kilos sind gepurzelt, ich war unheimlich unternehmungslustig, keine Spur von ständiger Müdigkeit mehr und ich konnte mich endlos konzentrieren was für mich fast das Größte war, da ich damit bislang immer Schwierigkeiten hatte. Ich saß nach einem 9 Stunden Seminar immer noch drin und konnte jedem Wort folgen was echt unglaublich war.
    Was ich wirklich gelernt habe aus ihrem Buch war einfach zu verkochen was der Kühlschrank gerade hergibt an gesundem Essen und sich nicht streng an Rezepte zu halten. Das hat mir das Leben um einiges einfacher gemacht ;) Also ein gesundes Mittelding is glaub ich immer besser als das eine oder andere Extrem.
    Warum auch immer das so ist: irgendwann kommt dann wieder eine Zeit wo man nachlässig wird und sich immer öfter Fehltritte erlaubt und schwupps war ich wieder raus aus meinem Vegan-Superhero Konzept und habs 1 Jahr später immer noch nicht wieder geschafft richtig reinzukommen...zu meiner Entschuldigung muss ich aber sagen, dass ich seit Februar schwanger bin und da is das dann sowieso nicht so einfach ;) Der Vorsatz bleibt aber da wieder rein zu finden :) War eine tolle Erfahrung mal zu sehen was man aus seinem Körper mit der richtigen Ernährung rausholen kann :)
    Liebe Grüße
    Doris

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