Dienstag, 16. Juli 2013

Strudel-Wochen Teil 1: Erdäpfelsterz-Strudel mit Krautsalat

Neulich hab ich beim Einkaufen im Supermarkt fertige (vegane) Vollkorn-Strudelteigblätter in Aktion gefunden. Da kam mir eine tolle Idee und ich musste gleich ein paar Packungen davon kaufen.
ich hatte schon länger geplant eine Themenwoche zu starten und Strudel ist dafür das perfekte Thema, weil er so vielseitig und wandelbar ist.
Hierzu ein Auszug aus Wikipedia:
Ein Strudel ist eine Mehlspeise aus einer gefüllten und gebackenen oder gekochten Teigrolle. Sie ist auf dem Gebiet des Habsburgerreiches entstanden, fand später Einzug in die jeweils nachfolgenden Nationalküchen (Österreichische Küche) und ist mittlerweile international verbreitet. Das älteste überlieferte Rezept stammt aus einer als Koch Puech betitelten Handschrift aus dem Jahr 1696, die sich heute in der Wiener Stadtbibliothek befindet.
Strudel ist also ein traditionelles österreichisches Gericht, das natürlich vorallem in der süßen Mehlspeisen-Variante vorkommt, es gibt aber auch immer mehr pikante Versionen. Und meistens ist der obligatorische Gemüsestrudel das einzige vegetarische (wenn auch leider nicht vegane) Gericht auf  österreichischen Speisekarten. Da habe ich ein paar Ideen dagegenzusetzen!

In einer Woche viele Strudelrezepte zu machen ist natürlich eine Illusion, wo ich momentan kaum zum kochen komme (wir sind einfach dauernd draußen bei dem Wetter). Deshalb werde ich in den nächsten Woche einfach 1-2 Rezepte pro Woche posten. Ich habe auch schon jede Menge Ideen und freu mich darauf, sie umzusetzen.
Ich hoffe, ihr freut Euch auch darauf und findet auch ein paar Ideen für Eure Strudelkreationen!

Mein erstes Werk ist ein pikanter österreichischer Strudel, den ich und mein Kind lieben! inspiriert hat mich dabei das tolle Germknödel-Rezept von Cookies&Style.

Erdäpfelsterz-Strudel

Zutaten für 1 Strudel:

  • 4 mittelgroße Erdäpfel
  • 2 Strudelteig-Blätter (alternativ geht natürlich auch eine Rolle Blättteig)
  • Etwas geschmolzene vegane Margarinen (ca. 50 g)
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Pkg. Räuchertofu (200 g)
  • 100 g Seitan (ich hatte fertigen von Vegavita)
  • Olivenöl
  • 2 EL veganes Zwiebelschmalz (z.B. Alnatura)
  • Salz, Pfeffer
Für den Krautsalat:
  • 1/4 Kopf Frühkraut
  • Salz
  • Öl, Essig, Kümmel
  • Etwas Agavendicksaft
Für den Dip:
  • 100 g veganer Rahm-Ersatz (ich hatte einen Becher Joya Rahm, geht aber auch jeder Frischkäse oder Sojajoghurt)
  • 1/2 Bund Schnittlauch (frisch geerntet oder tiefgekühlt)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Erdäpfel weich kochen. 
Strudelblätter einzeln ausbreiten. Eines auf einem Backblech ausbreiten und mit der Hälfte der geschnolzenen Margarine bestreichen. Das zweite darauf legen. 
Zwiebel, Tofu und Seitan klein würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl knusprig braten. Abkühlen lassen und mit dem Zwiebelschmalz vermengen.
Rohr auf 200 Grad vorheizen. 
Erdäpfel schälen und mit einer Gabel oder einem Erdäpfelstampfer zerdrücken. Unter die Tofumase mischen und gut würzen.
Masse im unteren Drittel der Strudelblätter verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Vorsichtig umdrehen, sodass die offene Seite unten ist. falls er Euch beim Wenden aufreißen sollte, wickelt ihn einfach in ein drittes Strudelblatt ein. Das Ganze dann wieder mit der restlichen zerlassenen Margarine bestreichen.
Bei 200 Grad ca. 15-20 Min. backen.

Für den Krautsalat das Frühkraut in feine Streifen schneiden, mit 1 TL Salz in einer Schüssel vermischen und gut durchstampfen, damit es weich wird. Das kann man mit den Fäusten machen, geht aber noch besser mit einem Kartoffelstampfer. 
Dann  1/2 TL Kümmel zufügen und mit Öl, Essig und Agavendicksaft marinieren.

Für den Dip einfach den Rahmersatz mit Salz und kleingescnittenem Schnittlauch glattrühren.

Guten Appetit!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen